du

Du bist das Sonnenlicht,
das meinen Körper
sanft durchflutet und
ihn von innen wärmt,
wenn diese Welt mir einmal mehr
mit Kälte begegnet.

Du bist die Wolke,
die mich schwebend leicht
durchs Leben trägt und
alle großen Gewitterwolken
ganz klein und unscheinbar
aussehen lässt.

Du bist der Regenbogen,
der meinen grauen Alltag
in bunte Farben hüllt und
an dessen Ende kein Gold,
sondern etwas viel Wertvolleres
verborgen liegt.

Du bist der Stern,
der jeden meiner Träume
aus der Dunkelheit rettet und
mir die Geborgenheit schenkt,
die ich so lange
vermisst habe.

Du bist die Lunge,
die jeden meiner Atemzüge
in ein neues, aufregendes
Abenteuer verwandelt,
das nur darauf wartet,
endlich von mir
erlebt zu werden.

Du bist die Hand,
die mich festhält und
nicht mehr loslässt,
wenn ich wieder einmal
dabei bin, vor mir selbst
zu fliehen.

Du bist das Lächeln,
das allein die Kraft besitzt,
das Kind in mir
vor meiner Vernunft
zu schützen und
aus meinem zaghaften Lächeln
ein Lachen
zu machen.

Du bist der Blick,
der mir jeden Tag
meine Ziele vor Augen führt und
mich daran erinnert,
wofür es sich
zu kämpfen lohnt.

Du bist die Musik,
die jeden Tag
Ordnung in das verrückte Chaos
in meinem Kopf bringt und
meinem Herzen
seinen vertrauten Takt
vorgibt.

Du bist die Medizin,
die mich für einen kurzen Moment
all meine Gedanken
vergessen lässt und
mir die Ruhe gibt,
die ich mir selbst
nicht geben kann.

Du bist der Engel,
der mir jeden Tag
seine Flügel leiht,
mit denen ich einfach
davonfliegen kann,
wenn die Realität
wie so oft versucht,
mir einen eisernen Käfig
zu bauen.

Du bist die Königin,
die mich in ihrem Palast
wohnen lässt,
obwohl ich nichts weiter bin
als ein kleines,
unbedeutendes Mädchen,
das sich nach Liebe
sehnt.

Ich weiß,
dass deine Liebe für mich
unerreichbar ist und
ich dich wohl nie
Haut an Haut
spüren werde.

Und dennoch bist du mir
näher als alles andere
auf der Welt.

© Marie Marén Nitz | @dieschreibendeseele


Heute beginne ich mit meinem allerersten Gedicht. Es stammt aus dem Jahr 2020 und trägt den Titel „du“ – wie der allererste Nummer-eins-Hit von Peter Maffay, mit dem ihm 1970 der Durchbruch gelang, was aber wirklich Zufall ist, ich schwöre, auch wenn mein Papa der größte Peter-Maffay-Fan ist, den ich kenne, und ich quasi mit Peter Maffay aufgewachsen bin.

Damals habe ich mich einem Menschen sehr nah und verbunden gefühlt, was ich diesem Menschen aber so nie hätte sagen können. Irgendwann habe ich dann angefangen, mit Worten Bilder von diesem Menschen zu malen, ganz viele kleine Bilder, die ich am Ende zu einem großen Bild zusammengefügt habe. Und dieses lyrische Bild war der Beginn der schönsten Reise meines Lebens. Denn dank einiger wundervoller Menschen – allen voran meiner damaligen Deutschlehrerin –, die mich unterstützt und mir Mut gemacht haben, habe ich nach „du“ nie wieder mit dem Schreiben aufgehört und darin meine Leidenschaft gefunden.

In diesem Sinne schicke ich euch ganz viel Kraft, Mut und Liebe – besonders denen, die gerade unglücklich verliebt sind oder an sich selbst zweifeln. Folgt immer eurem Herzen und glaubt an euch – egal, was andere sagen oder denken.

#gedicht #du #unglücklichverliebt #schreiben #gedichtegegenrechts
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